[Diesen Impuls könntest du in der vierten Akademie-Woche vom 5. bis 12. Juni 2025 bearbeiten]
Frage: Wie willst du Twin Transition in deiner pädagogischen Praxis angehen?
In dieser vierten und letzten Lerneinheit geht es um die Entwicklung von konkreten Ideen und nächsten Schritten für deine pädagogische Praxis – aufbauend auf den von dir in der Vorwoche entwickelten Themenfeldern. Zugleich lernen wir dabei kennen, wie wir KI-Technologie nicht nur nutzen, sondern auch in unserem Sinne gestalten können, um sie dann produktiv für unser Lernen zum Einsatz zu bringen.
Impuls
Schaue dir zum Einstieg bitte zunächst das folgende Video an. Ich erkläre dir darin, wie du zum Lernen vorgehen kannst. Darunter findest du dann wie gewohnt eine Schritt-für Schritt-Anleitung.
Beschreibung des Vorgehens
Im folgenden stelle ich dir eine Schritt für Schritt-Anleitung vor. ‚Fertig‘ bist du eigentlich schon mit Schritt 1. Das bedeutet: Danach solltest du schon Ideen und erste Schritte zur Umsetzung erarbeitet haben. Pädagogisch spannend wird es aus meiner Sicht dann aber vor allem in den weiteren Schritten, da du hier lernst, wie du zukünftig solche Lerntools, wie du sie unter Schritt 1 für dich ausprobiert hast, auch für dich selbst erstellen kannst. Am Ende kannst du mit einem von dir verbesserten Tool dann vielleicht sogar noch bessere Ideen entwickeln. Los geht es!
Schritt 1: Ein von mir gepromptetes Mini-Tool zur Ideenentwicklung nutzen und mit einem KI-Sprachmodell erste Schritte zur Umsetzung erarbeiten
Als erstes rekapitulierst du die in der letzten Woche von dir erarbeiteten Themenfelder: In welchen Bereichen möchtest du im Sinne von Twin Transition in deiner pädagogischen Praxis weiter denken?
Wähle dir zunächst einen Themenbereich davon aus – und nutze dieses Mini-Tool (ohne KI-Unterstützung!), um in einem engen zeitlichen Raster und mit dem Angebot von ‚Kreativitätsboostern‘ so viele Ideen wie möglich zu generieren. Am Ende wirst du aufgefordert, die drei für dich besten Ideen auszuwählen. Wenn das erledigt ist, wird dir ein Prompt generiert, den du nutzen kannst, um ihn in ein KI-Sprachmodell einzugeben. Dazu kannst du – wie in den letzten Lerneinheiten – duck.ai nutzen oder ein anderes Sprachmodell deiner Wahl. Du wirst dann darin unterstützt, deine ersten konkreten Schritte zu erarbeiten. Diese entwickelten Schritte sind ein erstes, mögliches inhaltliche Ergebnis dieser Lerneinheit.
Schritt 2: Dein Lernen reflektieren und das Mini-Tool verbessern
Ich habe oben geschrieben, dass das angebotene und von dir genutzte Mini-Tool ganz ohne KI-Unterstützung funktioniert. Allerdings habe ich es mithilfe von KI-Unterstützung erstellt. Für ein selbstbestimmtes Lernen kann es sehr hilfreich sein, sich solche Mini-Tools selbst zu erstellen.
Um das zu üben, könntest du zunächst dein Lernen unter Schritt 1 mit dem von mir geprompteten Mini-Tool reflektieren: Was funktionierte gut? Welche weiteren Ideen hättest du? Was sollte anders sein?
Aufbauend auf dieser Reflexion kannst du dir einen eigenen Prompt zur Erstellung eines Mini-Tools entwickeln. Ich teile hier als Ausgangspunkt meinen genutzten Prompt. Du kannst diesen Prompt nur minimal oder auch sehr grundlegend anpassen, oder auch ganz anders schreiben, je nachdem was für ein Mini-Tool dir für dein Lernen vorschwebt.
Twin Transition Prompt
Wenn du dir deinen entwickelten Prompt kopiert hast, dann gib ihn am besten bei claude.ai ein. Mit diesem KI-Sprachmodell mache ich zurzeit die besten Erfahrungen, wenn es um Coding geht.
Dein entwickeltes Mini-Tool wird dann direkt auf der rechten Seite geöffnet und du kannst damit lernen. Das sieht ungefähr so aus:


Nun kannst du das Mini-Tool nutzen und (mit dem gleichen oder einem anderen Themenfeld von dir) wieder in eine Ideenentwicklung gehen. Wie gut funktioniert das dieses Mal für dich? Du kannst dein Mini-Tool bei Bedarf immer weiter entwickeln, bis es für dich gut passt.
Schritt 3: KI-Funktionen in ein Mini-Tool integrieren
Die Möglichkeit, sich selbstbestimmt ein Mini-Tool zum Lernen zu entwickeln und dieses zu nutzen wie unter Schritt 2 gezeigt, finde ich schon sehr hilfreich. Noch cooler wird es, wenn du sogar noch einen Schritt weiter gehst und KI-Funktionen direkt in dein Mini-Tool integrierst. Dann könntest du zum Beispiel direkt innerhalb des entwickelten Mini-Tools mit einem KI-Chatbot über die nächsten Schritte chatten oder du könntest eine Ideen-Entwicklung im PingPong mit dem KI-Modell entwickeln (= erst du eine Idee, dann das KI-Modell eine Idee).
Diese Option funktioniert aktuell zum Beispiel mit Gemini. Die Schlüsselwörter für den Prompt sind hier, dass du eine App entwickeln willst und dass dir diese auf dem Canvas zur Verfügung gestellt werden soll. Mit diesen Angaben im Prompt (bzw. Auswahl der Canvas-Funktion im Eingabefeld des Prompts) kannst du zunächst – genau wie unter Schritt 2 mit Claude.ai – ein direkt nutzbares Mini-Tool erstellen. Nutze dazu gerne deinen überarbeiteten Prompt aus Schritt 2. (Am besten funktioniert das mit der 2.5 Pro-Version von Gemini, die zumindest ein bisschen kostenfrei nutzbar ist. Wenn für diese Version die Interaktionen in der kostenfreien Version aufgebraucht sind, kannst du auch mit der 2.5 Flash-Version weitermachen.)
Wenn das Tool dann entwickelt ist, siehst du rechts unten einen Button mit Sternen. Ich habe ihn im folgenden Bild markiert:

Wenn du auf diesen Button klickst, dann macht Gemini dir Vorschläge, wie du KI-Funktionen direkt in deine App integrieren kannst. Natürlich kannst du auch eigene Vorschläge dafür im Chat machen. Lass Gemini mit eigenen und mit deinen Vorschlägen das Tool weiter entwickeln!
Schritt 4: Neues Mini-Tool mit KI-Funktionen nutzen
Nun kannst du das von dir auf diese Weise neu entwickelte Mini-Tool inklusive KI-Funktionen noch einmal ausprobieren, um Ideen zu entwickeln und erste Schritte zu erarbeiten. Auch hier kannst du für dich reflektieren, wie gut das für dich mit dem von dir gestalteten Mini-Tool funktioniert hat.
Außerdem kannst du natürlich auch reflektieren, wie du diese Möglichkeiten in deiner pädagogischen Praxis nutzen könntest. Dazu gibt es von mir noch eine kleine ‚Sprachnachricht‘:
Schritt 5: Ausblick auf das Abschlusstreffen
Unser Abschlusstreffen findet am Donnerstag, 12. Juni um 10 Uhr (bis 12 Uhr; via bekanntem Webex-Link) statt. Wir werden hier nicht nur über unsere inhaltlichen Ergebnisse miteinander ins Gespräch kommen und die Art und Weise des Lernens reflektieren, sondern auch offen gebliebene Fragen klären.
Daraus ergibt sich dann auch schon die letzte ‚Aufgabe‘ an dich in dieser letzten Lerneinheit: Bitte trage in das folgende Formular ein, welche Frage für dich noch offen ist bzw. welches Thema du gerne beim Abschlusstreffen vertiefen willst. Vielen Dank!
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